Geschrieben am 14. 08. 2018
 

Fledermäuse im Kottenforst

Sie sind schnell, wendig und manchmal im Schatten der Dämmerung kaum von einer Schwalbe zu unterscheiden: Fledermäuse. Das Säugetier gehört zusammen mit den Flughunden zur Ordnung der Fledertiere und genießt einen – zu Unrecht – befleckten Ruf, in erster Linie durch die Unterart der Vampirfledermäuse. Doch die nachtaktiven Tierchen benötigen vor allem in Deutschland unseren Schutz!


Die Fledermaus im Kottenforst

Es hält sich bei Kindern hartnäckig das Gerücht, Fledermäuse würden beißen und Blut saugen. Dazu hat wohl in erster Linie die Vampirfledermaus beigetragen: Diese Art ernährt sich tatsächlich vom Blut anderer Tiere. Sie ist allerdings lediglich auf dem amerikanischen Kontinent verbreitet. Die heimischen Arten der Fledermaus, auch die Arten hier im Kottenforst, sind für den Menschen absolut ungefährlich.
 
Die scheuen Tiere gehen des Nachts auf die Jagd und bevorzugen eiweißreiche Nahrung: Insekten. Diese werden von den Flugakrobaten in der Luft erbeutet. Größere Arten erfreuen sich aber auch an kleineren Fröschen, Mäusen oder Fischen.
 
Das charakteristischste Merkmal der Fledermaus ist wohl ihr Echoortungssystem, mit dem sie in der Dunkelheit sehen kann. Sie stoßen eine Serie von Lauten aus und anhand der Schallwellen kann die Fledermaus ihre Umgebung „sehen“. Wie genau die Fledermaus das macht, erfahrt ihr unter anderem im Kottenforst...

Wald in der Dämmerung

Wusstet ihr schon...?

Fledermäuse gibt es bereits seit circa 65 Millionen Jahren! Demnach sind die Fledermäuse kurz nach dem Massenaussterben der Dinosaurier im Übergang von der Kreide- in die Tertiärzeit entstanden. Die ältesten fossilen Fledermausskelette stammen aus Amerika, genauer zu sein aus dem Bundesstaat Wyoming. Heutzutage zählen wir über 1200 Feldermausarten auf der ganzen Welt.

Zum Schutz: Die Fledermausexkursionen im Kottenforst

Im Kottenforst nahe Bonn finden regelmäßig abendliche Fledermausexkursionen statt. Alle Fledermausliebhaber und -sympathisanten können hier mehr über die geflügelten Säugetiere in Erfahrung bringen und die kleinen Tierchen in Aktion erleben. Denn Fledermäuse gibt es im Kottenforst zuhauf – insgesamt leben auf dem etwa 40m² großen Waldgebiet elf Arten. Organisiert werden die Exkursionen vom „Bonner Arbeitskreis für Fledermausschutz”. Der Treffpunkt befindet sich in Röttgen am Sackgassenende der Villiper Allee am Waldrand. Ausgerüstet mit Taschenlampen und festem Schuhwerk – idealerweise wasserdichte Wanderschuhe, falls ihr mal eine Pfütze übersehen solltet – geht es dann hinein in den Wald.

Auf einen Blick

  • regelmäßge Termine
    • Start: 20.30 Uhr
    • Ende: 22.30 Uhr
  • Termine unter nabu-bonn.de
  • Anmeldung erforderlich – maximal 30 Teilnehmer
  • Wanderparkplatz an der Reichstraße, 2km hinter Ortsausgang Röttgen auf der Höhe des Jägerhäuschens
  • Parkplatz an der L261
  • Haltestelle: Professorenweg, Bus 843
  • Taschenlampe und wasserfestes Schuhwerk
  • fällt bei Regen aus
Fledermaus im Kottenforst